Garten und Park

An der Grenze zwischen Landshut und Altdorf ist eine neue Grünfläche entstanden, die in vieler Hinsicht sehr außergewöhnlich ist. Mehr Fotos hier. Die gute Seele des Nachbarschaftstreffs DOM, die Diplom-Sozialpädagogin Mascha Siderova-Spilker, hatte es zunächst über zwei Jahre geschafft, das verwilderte Grundstück vor dem Nachbarschaftstreff zusammen mit fleißigen Helfern vom Müll zu befreien. Auf der Suche nach Sponsoren für die Umsetzung ihrer Vision von einem interkulturellen Nachbarschaftsgarten nahm sie Kontakt mit dem Lionsclub Landshut auf. Der Vorsitzende Dr. Klaus Timmer vermittelte ihr den Landshuter Landschaftsarchitekten Helmut Wartner als Planer. Sein Büro Wartner & Zeitzler erarbeitete mit den Anwohnern im Winter 2012/13 ein Modell, das schon viele Elemente der heutigen Grünfläche enthielt. Der Entwurf der Landschaftsarchitekten setzt alle Wünsche der Beteiligten um: Kinder und Jugendliche können die BMX-Bahn und das Baumhaus mit angrenzender Sandfläche für kreatives Spiel nutzen. Die Erwachsenen können in Hochbeeten und einer großzügigen Fläche neben der Streuobstwiese Obst und Gemüse anbauen und sich hinter der Laubhecke aus heimischen Sträuchern, die die Spielzone von den Arbeits- und Feierflächen trennt, auf Bänken ausruhen. Ein Festplatz mit Rieselfläche liegt im Zentrum und kann für die zahlreichen Feste und Feierlichkeiten an diesem neuen Ort der Begegnung und Identifikation genutzt werden. Der Eigentümer der Fläche, die Fa. GBW Management aus Regensburg, unterstützt die Planung und überlässt dem Verein den Baugrund zur Nutzung. Dank der großzügigen Spende vom Lions-Club Landshut könnten die Erdarbeiten am Treff beginnen. Helmut Wartner stellte auch den Kontakt zu zwei örtlichen Landschaftsbaufirmen her: Fa. Haun erledigte alle Erd- und Belagsarbeiten nach einer groben Geländemodellierung und Fa. Haderstorfer setzt jetzt im Rahmen ihrer Lehrlingsausbildung in Projekttagen die Pflasterarbeiten, die Anlage der Rasen- und Wiesenflächen, die Hochbeete und die weiteren Holzarbeiten um. Ein Highlight des kleinen Parks ist das Baumhaus, das der Johannesbrunner Künstler und Holzbildhauer Örni Poschmann um einen Bergahorn herum aufgestellt hat. Innerhalb eines halben Jahres ist so mit viel Idealismus durch das gemeinsame Engagement von Sponsoren, Baufirmen und Planern, mit Unterstützung des Marktes Altdorf, des Landkreises und der Stadt Landshut ein einmaliges Projekt entstanden, auf das der Verein DOM zu Recht stolz ist. Da alle Beteiligten ihre Arbeit überwiegend ehrenamtlich oder als Spende erbracht haben, wurde die Vision des interkulturellen Nachbarschaftstreffs in Rekordzeit bei knappen finanziellen Mitteln verwirklicht. Die Anwohner haben jetzt ein neues Stück Heimat, das sie nutzen, bebauen und erobern können. Gartenprojekt Hochstraße wird im Jahr 2015 von Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis aus München bei Anschaffung der benötigten Materialien unterstützt. Wir sagen DANKE und freuen uns in ihrem Verzeichnis gelistet worden zu sein. Mehr dazu hier.

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